RID 6.6
Bau- und Prüfvorschriften für Großverpackungen
116 Abschnitte - Teil 6 - Bau- und Pruefvorschriften
Allgemeines
Allgemeines
Die Vorschriften dieses Kapitels gelten nicht für:
Die Großverpackungen müssen nach einem von der zuständigen Behörde als zufrieden stellend erachteten
| Qualitätssicherungsprogramm | hergestellt, | geprüft | und | wiederaufgearbeitet | sein, | um | sicherzustellen, | dass |
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jede hergestellte oder wiederaufgearbeitete Großverpackung den Vorschriften dieses Kapitels entspricht.
Bem. Die Norm ISO 16106:2020 «Verpackungen zur Beförderung gefährlicher Güter – Gefahrgutverpackungen, Großpackmittel (IBC) und Großverpackungen – Leitfaden für die Anwendung der ISO 9001» enthält zufrieden stellende Leitlinien für Verfahren, die angewendet werden dürfen.
Die besonderen Vorschriften für Großverpackungen in Abschnitt 6.6.4 stützen sich auf die derzeit verwen-
deten Großverpackungen. Um den wissenschaftlichen und technischen Fortschritt zu berücksichtigen, dürfen Großverpackungen verwendet werden, deren Spezifikationen von denen in Abschnitt 6.6.4 abweichen, vorausgesetzt, sie sind ebenso wirksam, von der zuständigen Behörde anerkannt und in der Lage, die in
| Abschnitt | 6.6.5 | beschriebenen | Vorschriften | erfolgreich | zu | erfüllen. | Andere | als | die | im | RID | beschriebenen |
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Prüfungen sind zulässig, vorausgesetzt, sie sind gleichwertig und von der zuständigen Behörde anerkannt.
Hersteller und nachfolgende Verteiler von Verpackungen müssen Informationen über die zu befolgenden
Verfahren sowie eine Beschreibung der Arten und Abmessungen der Verschlüsse (einschließlich der erforderlichen Dichtungen) und aller anderen Bestandteile liefern, die notwendig sind, um sicherzustellen, dass die versandfertigen Versandstücke in der Lage sind, die anwendbaren Qualitätsprüfungen dieses Kapitels zu erfüllen.
Codierung für die Bezeichnung des Typs der Großverpackung
Codierung für die Bezeichnung des Typs der Großverpackung
Der für Großverpackungen verwendete Code besteht aus:
Der Code der Großverpackung kann durch den Buchstaben «T» oder «W» ergänzt werden. Der Buchstabe
| «T» | bezeichnet | eine | Bergungsgroßverpackung | nach | den | Vorschriften | des | Absatzes | 6.6.5.1.9. | Der | Buchstabe «W» bedeutet, dass die Großverpackung zwar dem durch den Code bezeichneten Typ angehört, jedoch nach einer von Abschnitt 6.6.4 abweichenden Spezifikation hergestellt wurde und nach den Vorschriften des Unterabschnitts 6.6.1.3 als gleichwertig gilt. |
|---|
Kennzeichnung
Kennzeichnung
Grundkennzeichnung
Grundkennzeichnung
Jede Großverpackung, die für eine Verwendung gemäß den Vorschriften des RID gebaut und bestimmt ist,
| muss | mit | dauerhaften, | lesbaren | und | an | einer | gut | sichtbaren | Stelle | angebrachten | Kennzeichen | versehen |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| sein. | Die Buchstaben, Ziffern und Symbole müssen eine Zeichenhöhe von mindestens 12 mm | aufweisen |
und folgende Angaben umfassen:
| Bestätigung verwendet werden, dass eine Verpackung, ein flexibler Schüttgut-Container, ein ortsbeweglicher | Tank | oder | ein | MEGC | den | entsprechenden | Vorschriften | des | Kapitels | 6.1, | 6.2, | 6.3, 6.5, | 6.6, | 6.7 |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| oder | 6.11 | entspricht. | Für | Großverpackungen | aus | Metall, | auf | denen | die | Kennzeichen | durch | Stempeln |
oder Prägen angebracht werden, dürfen anstelle des Symbols die Buchstaben «UN» verwendet werden;
| Jedes | der | gemäß | den | Absätzen | a) | bis | h) | angebrachten | Kennzeichen muss | zur | leichteren | Identifizierung |
|---|
deutlich getrennt werden, z. B. durch einen Schrägstrich oder eine Leerstelle.
Beispiele für die Kennzeichnung
Beispiele für die Kennzeichnung
50A/X/0501/N/PQRS Großverpackung aus Stahl, die gestapelt werden darf; Stapellast: 2500 kg; höchstzulässige Bruttomasse: 1000 kg 50AT/Y/05/01/B/PQRS Bergungsgroßverpackung aus Stahl, die gestapelt werden darf; Stapellast: 2500 kg; höchstzulässige Bruttomasse: 1000 kg. 50H/Y/0402/D/ABCD 987 Großverpackung aus Kunststoff, die nicht gestapelt werden darf; höchstzulässige Bruttomasse: 800 kg 51H/Z/0601/S/1999 flexible Großverpackung, die nicht gestapelt werden darf; höchstzulässige Bruttomasse: 500 kg
mit der höchstzulässigen Stapellast gekennzeichnet sind, dürfen weiterverwendet werden.
Die höchstzulässige anwendbare Stapellast muss auf einem der Abbildung 6.6.3.3.1 oder 6.6.3.3.2 entspre-
chenden Piktogramm angegeben werden. Das Piktogramm muss dauerhaft und deutlich sichtbar sein. Abbildung 6.6.3.3.1 Abbildung 6.6.3.3.2 Großverpackung, die gestapelt werden kann Großverpackung, die NICHT gestapelt werden kann Die Mindestabmessungen müssen 100 mm × 100 mm sein. Die Buchstaben und Ziffern für die Angabe der Masse müssen eine Zeichenhöhe von mindestens 12 mm haben. Der durch die Abmessungspfeile angegebene Druckbereich muss quadratisch sein. Wenn Abmessungen nicht näher spezifiziert sind, müssen die Proportionen aller Merkmale den abgebildeten in etwa entsprechen. Die über dem Piktogramm angegebene
| Masse | darf | nicht | größer | sein | als | die | bei | der | Bauartprüfung | aufgebrachte | Last | (siehe | Absatz | 6.6.5.3.3.4) |
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dividiert durch 1,8.
Wenn eine Großverpackung einer oder mehreren geprüften Großverpackungsbauarten, einschließlich einer
oder mehreren geprüften Bauarten von Verpackungen oder Großpackmitteln (IBC), entspricht, darf die Groß- verpackung mit mehreren Kennzeichen zur Angabe der entsprechenden Prüfanforderungen, die erfüllt wurden, versehen sein. Wenn eine Großverpackung mit mehreren Kennzeichen versehen ist, müssen die Kennzeichen in unmittelbarer Nähe zueinander erscheinen und jedes Kennzeichen muss vollständig abgebildet sein. 1)
| Das für Kraftfahrzeuge und Anhänger im internationalen Straßenverkehr verwendete Unterscheidungszeichen | des | Zulassungsstaates, | z. B. | gemäß | dem | Genfer | Übereinkommen | über | den | Straßenverkehr |
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von 1949 oder dem Wiener Übereinkommen über den Straßenverkehr von 1968.
Besondere Vorschriften für Großverpackungen
Besondere Vorschriften für Großverpackungen
Besondere Vorschriften für Großverpackungen aus Metall
50A aus Stahl 50B aus Aluminium 50N aus Metall (ausgenommen Stahl oder Aluminium)
Besondere Vorschriften für Großverpackungen aus Metall
Die Großverpackungen müssen aus geeignetem verformbarem Metall hergestellt sein, dessen Schweißbar-
keit einwandfrei feststeht. Die Schweißverbindungen müssen fachmännisch ausgeführt sein und vollständige Sicherheit bieten. Die Leistungsfähigkeit des Werkstoffs bei niedrigen Temperaturen muss gegebenenfalls berücksichtigt werden.
Es ist darauf zu achten, dass Schäden durch galvanische Wirkungen auf Grund sich berührender unter-
schiedlicher Metalle vermieden werden.
Besondere Vorschriften für Großverpackungen aus flexiblen Werkstoffen
Besondere Vorschriften für Großverpackungen aus flexiblen Werkstoffen
51H aus flexiblem Kunststoff 51M aus Papier
Die Großverpackungen müssen aus geeigneten Werkstoffen hergestellt sein. Die Festigkeit des Werkstoffes
| und | die | Ausführung | der | flexiblen | Großverpackungen | müssen | dem | Fassungsraum | und | der | vorgesehenen |
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Verwendung angepasst sein.
Alle für die Herstellung der flexiblen Großverpackungen des Typs 51M verwendeten Werkstoffe müssen
nach mindestens 24-stündigem vollständigem Eintauchen in Wasser noch mindestens 85 % der Reißfestigkeit aufweisen, die ursprünglich nach Konditionierung des Werkstoffes bis zum Gleichgewicht bei einer relativen Feuchtigkeit von höchstens 67 % gemessen wurde.
Verbindungen müssen durch Nähen, Heißsiegeln, Kleben oder andere gleichwertige Verfahren hergestellt
sein. Alle genähten Verbindungen müssen gesichert sein.
Flexible Großverpackungen müssen eine angemessene Widerstandsfähigkeit gegenüber Alterung und Fes-
tigkeitsabbau durch ultraviolette Strahlung, klimatische Bedingungen oder das Füllgut aufweisen, um für die vorgesehene Verwendung geeignet zu sein.
Bei flexiblen Großverpackungen aus Kunststoff, bei denen ein Schutz vor ultravioletter Strahlung erforderlich
ist, muss dies durch Zugabe von Ruß oder anderen geeigneten Pigmenten oder Inhibitoren erfolgen. Diese Zusätze müssen mit dem Füllgut verträglich sein und während der gesamten Verwendungsdauer der Groß- verpackung ihre Wirkung behalten. Bei Verwendung von Ruß, Pigmenten oder Inhibitoren, die sich von den für die Herstellung des geprüften Baumusters verwendeten unterscheiden, kann auf eine Wiederholung der Prüfungen verzichtet werden, wenn der veränderte Gehalt an Ruß, Pigmenten oder Inhibitoren die physikalischen Eigenschaften des Werkstoffes nicht beeinträchtigt.
Dem Werkstoff der Großverpackung dürfen Zusätze beigemischt werden, um die Beständigkeit gegenüber
Alterung zu verbessern, oder für andere Zwecke, vorausgesetzt, sie beeinträchtigen nicht die physikalischen oder chemischen Eigenschaften.
Ist die Großverpackung gefüllt, darf das Verhältnis von Höhe zu Breite nicht mehr als 2:1 betragen.
Besondere Vorschriften für Großverpackungen aus starrem Kunststoff
Besondere Vorschriften für Großverpackungen aus starrem Kunststoff
50H aus starrem Kunststoff
Die Großverpackung muss aus geeignetem Kunststoff bekannter Spezifikation hergestellt sein, und seine
Festigkeit muss seinem Fassungsraum und seiner vorgesehenen Verwendung angepasst sein. Der Werkstoff muss in geeigneter Weise widerstandsfähig sein gegen Alterung und Festigkeitsabbau, der durch das Füllgut oder gegebenenfalls durch ultraviolette Strahlung verursacht wird. Die Leistungsfähigkeit bei niedrigen Temperaturen muss gegebenenfalls berücksichtigt werden. Eine Permeation von Füllgut darf unter normalen Beförderungsbedingungen keine Gefahr darstellen.
Ist ein Schutz gegen ultraviolette Strahlen erforderlich, so muss dieser durch Zugabe von Ruß oder anderen
geeigneten Pigmenten oder Inhibitoren erfolgen. Diese Zusätze müssen mit dem Inhalt verträglich sein und während der gesamten Verwendungsdauer der Außenverpackung ihre Wirkung behalten. Bei Verwendung von Ruß, Pigmenten oder Inhibitoren, die sich von den für die Herstellung des geprüften Baumusters verwendeten unterscheiden, kann auf die Wiederholung der Prüfungen verzichtet werden, wenn der veränderte Gehalt an Ruß, Pigmenten oder Inhibitoren die physikalischen Eigenschaften des Werkstoffes nicht beeinträchtigt.
Dem Werkstoff der Großverpackung dürfen Zusätze beigemischt werden, um die Beständigkeit gegenüber
Alterung zu verbessern, oder für andere Zwecke, vorausgesetzt, sie beeinträchtigen nicht die physikalischen oder chemischen Eigenschaften des Werkstoffes.
Besondere Vorschriften für Großverpackungen aus Pappe
50G aus starrer Pappe
Besondere Vorschriften für Großverpackungen aus Pappe
Die Großverpackung muss aus fester Vollpappe oder fester zweiseitiger Wellpappe (ein- oder mehrwellig)
von guter Qualität hergestellt sein, die dem Fassungsraum und der vorgesehenen Verwendung angepasst sind. Die Wasserbeständigkeit der Außenfläche muss so sein, dass die Erhöhung der Masse während der 30 Minuten dauernden Prüfung auf Wasseraufnahme nach der Cobb-Methode nicht mehr als 155 g/m ergibt
| (siehe | Norm | ISO 535:2014). | Die | Pappe | muss | eine | geeignete | Biegefestigkeit | haben. | Die | Pappe | muss | so |
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zugeschnitten, ohne Ritzen gerillt und geschlitzt sein, dass sie beim Zusammenbau nicht knickt, ihre Oberfläche nicht einreißt oder sie nicht zu stark ausbaucht. Die Wellen der Wellpappe müssen fest mit den Au- ßenschichten verklebt sein.
Die Wände, einschließlich Deckel und Boden, müssen eine Durchstoßfestigkeit von mindestens 15 J, ge-
messen nach der Norm ISO 3036:1975, aufweisen.
Die Verbindungen der Außenverpackung von Großverpackungen müssen eine ausreichende Überlappung
aufweisen und durch Klebeband, Verkleben, Heften mittels Metallklammern oder andere mindestens gleichwertige Befestigungssysteme hergestellt sein. Erfolgt die Verbindung durch Verkleben oder durch Verwendung von Klebeband, ist ein wasserbeständiger Klebstoff zu verwenden. Metallklammern müssen durch alle zu befestigenden Teile durchgeführt und so geformt oder geschützt sein, dass die Innenauskleidung weder abgerieben noch durchstoßen werden kann.
Ein Palettensockel, der einen festen Bestandteil der Großverpackung bildet, oder eine abnehmbare Palette
| muss | für | die | mechanische | Handhabung | der | mit | der | höchstzulässigen | Bruttomasse | befüllten | Großverpackung geeignet sein. |
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Die abnehmbare Palette oder der Palettensockel muss so ausgelegt sein, dass Verformungen am Boden
der Großverpackung, die bei der Handhabung Schäden verursachen können, vermieden werden.
Bei einer abnehmbaren Palette muss der Packmittelkörper fest mit der Palette verbunden sein, um die Sta-
bilität bei Handhabung und Beförderung sicherzustellen. Darüber hinaus muss die Oberfläche der abnehmbaren Palette frei von Unebenheiten sein, die die Großverpackung beschädigen können.
Um die Stapelfähigkeit zu erhöhen, dürfen Verstärkungseinrichtungen, wie Holzstützen, verwendet werden,
die sich jedoch außerhalb der Innenauskleidung befinden müssen.
Sind die Großverpackungen zum Stapeln vorgesehen, muss die tragende Fläche so beschaffen sein, dass
die Last sicher verteilt wird.
Besondere Vorschriften für Großverpackungen aus Holz
Besondere Vorschriften für Großverpackungen aus Holz
50C aus Naturholz 50D aus Sperrholz
| 50F | aus Holzfaserwerkstoff |
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Die Festigkeit der verwendeten Werkstoffe und die Art der Fertigung müssen dem Fassungsraum und der
vorgesehenen Verwendung der Großverpackung angepasst sein.
Sind die Großverpackungen zum Stapeln vorgesehen, muss die tragende Fläche so beschaffen sein, dass
die Last sicher verteilt wird.
Besteht die Großverpackung aus Naturholz, so muss dieses gut abgelagert, handelsüblich trocken und frei
von Mängeln sein, um eine wesentliche Verminderung der Festigkeit jedes einzelnen Teils der Großverpackung zu verhindern. Jedes Teil der Großverpackung muss aus einem Stück bestehen oder diesem gleichwertig sein. Teile sind als einem Stück gleichwertig anzusehen, wenn eine geeignete Klebeverbindung, wie
| z. B. Lindermann-Verbindung (Schwalbenschwanz-Verbindung), Nut- | und Federverbindung, überlappende |
|---|
Verbindung, eine Stoßverbindung mit mindestens zwei gewellten Metallbefestigungselementen an jeder Verbindung oder andere gleich wirksame Verfahren angewendet werden.
Besteht die Großverpackung aus Sperrholz, so muss dieses mindestens aus drei Lagen bestehen und aus
| gut | abgelagertem | Schälfurnier, | Schnittfurnier | oder | Sägefurnier | hergestellt, | handelsüblich | trocken | und | frei |
|---|
von Mängeln sein, die die Festigkeit der Großverpackung erheblich beeinträchtigen können. Die einzelnen Lagen müssen mit einem wasserbeständigen Klebstoff miteinander verleimt sein. Für die Herstellung der Großverpackungen dürfen auch andere geeignete Werkstoffe zusammen mit Sperrholz verwendet werden.
Besteht die Großverpackung aus Holzfaserwerkstoff, so muss dieser wasserbeständig sein, wie Spanplat-
ten, Holzfaserplatten oder andere geeignete Werkstoffe.
Die Platten der Großverpackungen müssen an den Eckleisten oder Stirnseiten fest vernagelt oder geklam-
mert oder durch andere ebenfalls geeignete Mittel zusammengefügt sein.
Ein Palettensockel, der einen festen Bestandteil einer Großverpackung bildet, oder eine abnehmbare Palette
| muss | für | die | mechanische | Handhabung | der | Großverpackung | nach | Befüllung | mit | der | höchstzulässigen |
|---|
Masse geeignet sein.
Die abnehmbare Palette oder der Palettensockel muss so ausgelegt sein, dass Verformungen am Boden
der Großverpackung, die bei der Handhabung Schäden verursachen können, vermieden werden.
Bei einer abnehmbaren Palette muss der Packmittelkörper fest mit der Palette verbunden sein, um die Sta-
bilität bei Handhabung und Beförderung sicherzustellen. Darüber hinaus muss die Oberfläche der abnehmbaren Palette frei von Unebenheiten sein, die die Großverpackung beschädigen können.
Um die Stapelfähigkeit zu erhöhen, dürfen Verstärkungseinrichtungen, wie Holzstützen, verwendet werden,
die sich jedoch außerhalb der Innenauskleidung befinden müssen.
Prüfvorschriften für Großverpackungen
Prüfvorschriften für Großverpackungen
Durchführung und Häufigkeit der Prüfungen
Durchführung und Häufigkeit der Prüfungen
Die Bauart jeder Großverpackung muss den in Unterabschnitt 6.6.5.3 vorgesehenen Prüfungen nach den
von der zuständigen Behörde, welche die Zuteilung des Kennzeichens bestätigt hat, festgelegten Verfahren unterzogen und von dieser Behörde zugelassen werden.
Vor der Verwendung muss jede Bauart einer Großverpackung die in diesem Kapitel vorgeschriebenen Prü-
| fungen | erfolgreich | bestanden | haben. | Die | Bauart | der | Großverpackung | wird | durch | Auslegung, | Größe, | verwendeten | Werkstoff | und | dessen | Dicke, | Art | der | Fertigung | und | Zusammenbau | bestimmt, | kann | aber | auch |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| verschiedene | Oberflächenbehandlungen | einschließen. | Hierzu | gehören | auch | Großverpackungen, | die | sich |
von der Bauart nur durch ihre geringere Bauhöhe unterscheiden.
Die Prüfungen müssen mit Mustern aus der Produktion in Abständen durchgeführt werden, die von der zu-
ständigen Behörde festgelegt werden. Werden solche Prüfungen an Großverpackungen aus Pappe durchgeführt, gilt eine Vorbereitung bei Umgebungsbedingungen als gleichwertig zu den im Absatz 6.6.5.2.4 angegebenen Vorschriften.
Die Prüfungen müssen auch nach jeder Änderung der Auslegung, des Werkstoffs oder der Art der Fertigung
einer Großverpackung wiederholt werden.
Die zuständige Behörde kann die selektive Prüfung von Großverpackungen zulassen, die sich nur geringfü-
gig von einer bereits geprüften Bauart unterscheiden: z. B. Großverpackungen, die Innenverpackungen kleinerer Größe oder geringerer Nettomasse enthalten, oder auch Großverpackungen, bei denen ein oder mehrere Außenmaße etwas verringert sind.
(bleibt offen)
Bem. Für die Vorschriften zur Anordnung verschiedener Innenverpackungen in einer Großverpackung und die zulässigen Variationen von Innenverpackungen siehe Absatz 4.1.1.5.1.
Die zuständige Behörde kann jederzeit verlangen, dass durch Prüfungen nach diesem Abschnitt nachge-
wiesen wird, dass die Großverpackungen aus der Serienherstellung die Vorschriften der Bauartprüfung erfüllen.
Unter der Voraussetzung, dass die Gültigkeit der Prüfergebnisse nicht beeinträchtigt wird, und mit Zustim-
mung der zuständigen Behörde dürfen mehrere Prüfungen mit einem einzigen Muster durchgeführt werden.
Bergungsgroßverpackungen
| Bergungsgroßverpackungen | müssen | nach | den | Vorschriften | geprüft | und | gekennzeichnet | werden, | die | für |
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Großverpackungen der Verpackungsgruppe II zur Beförderung von festen Stoffen oder Innenverpackungen gelten, mit folgenden Abweichungen:
| Gesamtmasse | des | Versandstücks | zu | erreichen, | dürfen | beispielsweise | Säcke | mit | Bleischrot | beigefügt |
|---|
werden, sofern diese so eingesetzt sind, dass die Prüfergebnisse nicht beeinträchtigt werden. Alternativ darf bei der Durchführung der Fallprüfung die Fallhöhe in Übereinstimmung mit Absatz 6.6.5.3.4.4.2 b) variiert werden.
Vorbereitung für die Prüfungen
Vorbereitung für die Prüfungen
Die Prüfungen sind an versandfertigen Großverpackungen, einschließlich der Innenverpackungen oder der
beförderten Gegenstände, durchzuführen. Die Innenverpackungen müssen bei flüssigen Stoffen zu mindestens 98 % ihres höchsten Fassungsraums, bei festen Stoffen zu mindestens 95 % ihres höchsten Fassungsraums gefüllt sein. Bei Großverpackungen, deren Innenverpackung für die Beförderung von flüssigen oder festen Stoffen vorgesehen ist, sind getrennte Prüfungen für den flüssigen und für den festen Inhalt erforderlich. Die in den Innenverpackungen enthaltenen Stoffe oder die in den Großverpackungen enthaltenen zu befördernden Gegenstände dürfen durch andere Stoffe oder Gegenstände ersetzt werden, sofern dadurch die Prüfergebnisse nicht verfälscht werden. Werden andere Innenverpackungen oder Gegenstände verwendet, müssen diese die gleichen physikalischen Eigenschaften (Masse, Korngröße usw.) haben wie die zu befördernden Innenverpackungen oder Gegenstände. Es ist zulässig, Zusätze wie Säcke mit Bleischrot zu verwenden, um die erforderliche Gesamtmasse des Versandstückes zu erreichen, sofern diese so eingebracht werden, dass sie die Prüfungsergebnisse nicht beeinträchtigen.
Wird bei der Fallprüfung für flüssige Stoffe ein anderer Stoff verwendet, so muss dieser eine vergleichbare
| relative | Dichte | und | Viskosität | haben | wie | der | zu | befördernde | Stoff. | Unter | den | Bedingungen | des | Absatzes |
|---|
Großverpackungen aus Kunststoff und Großverpackungen, die Innenverpackungen aus Kunststoff enthalten
– ausgenommen Säcke, die für die Aufnahme von festen Stoffen oder Gegenständen vorgesehen sind –,
| sind | der | Fallprüfung | zu | unterziehen, | nachdem | die | Temperatur | des | Prüfmusters | und | seines | Inhaltes | auf |
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-18 °C oder darunter abgesenkt wurde. Auf die Konditionierung kann verzichtet werden, falls die Werkstoffe der Verpackung eine ausreichende Verformbarkeit und Zugfestigkeit bei niedrigen Temperaturen aufweisen.
| Werden | die | Prüfmuster | auf | diese | Weise | konditioniert, | ist | die | Konditionierung | nach | Absatz | 6.6.5.2.4 nicht |
|---|
erforderlich. Die für die Prüfung verwendeten flüssigen Stoffe sind, gegebenenfalls durch Zugabe von Frostschutzmitteln, in flüssigem Zustand zu halten.
Großverpackungen aus Pappe müssen mindestens 24 Stunden in einem Klima konditioniert werden, dessen
Temperatur und relative Luftfeuchtigkeit gesteuert sind. Es gibt drei Möglichkeiten, von denen eine gewählt werden muss.
| Das bevorzugte Klima ist 23 °C ± 2 °C und 50 % ± 2 % relative Luftfeuchtigkeit. Die beiden anderen Möglichkeiten | sind | 20 °C | ± | 2 °C | und | 65 % | ± | 2 % | relative | Luftfeuchtigkeit | oder | 27 °C | ± | 2 °C | und | 65 % | ± | 2 % |
|---|
relative Luftfeuchtigkeit.
Bem. Die Mittelwerte müssen innerhalb dieser Grenzwerte liegen. Schwankungen kurzer Dauer und Messgrenzen können Abweichungen von den individuellen Messungen bis zu ± 5 % für die relative Luftfeuchtigkeit zur Folge haben, ohne dass dies eine bedeutende Auswirkung auf die Reproduzierbarkeit der Prüfergebnisse hat.
Prüfvorschriften
Prüfvorschriften
Hebeprüfung von unten
Anwendungsbereich
Für alle Arten von Großverpackungen, die mit einer Vorrichtung zum Heben von unten versehen sind, als Bauartprüfung.
Vorbereitung der Großverpackung für die Prüfung
Die Großverpackung ist bis zum 1,25-fachen ihrer höchstzulässigen Bruttomasse zu befüllen, wobei die Last gleichmäßig zu verteilen ist.
Prüfverfahren
Die Großverpackung muss zweimal von einem Gabelstapler hochgehoben und heruntergelassen werden, wobei die Gabel zentral anzusetzen ist und einen Abstand von ¾ der Einführungsseitenabmessung haben muss (es sei denn, die Einführungspunkte sind vorgegeben). Die Gabel muss bis zu ¾ in der Einführungsrichtung eingeführt werden. Die Prüfung muss in jeder möglichen Einführungsrichtung wiederholt werden.
Kriterien für das Bestehen der Prüfung
Keine dauerhafte Verformung der Großverpackung, die die Sicherheit der Beförderung beeinträchtigt, und kein Verlust von Füllgut.
Hebeprüfung von oben
Anwendungsbereich
Für alle Arten von Großverpackungen, die für das Heben von oben ausgelegt sind, als Bauartprüfung.
Vorbereitung der Großverpackung für die Prüfung
| Die | Großverpackung | muss | mit | dem | Zweifachen | ihrer | höchstzulässigen Bruttomasse | befüllt | werden. | Eine |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| flexible | Großverpackung | muss | mit | dem | Sechsfachen | ihrer | höchstzulässigen | Bruttomasse | befüllt | werden, |
wobei die Last gleichmäßig zu verteilen ist.
Prüfverfahren
Die Großverpackung muss in der Weise hochgehoben werden, für die sie ausgelegt ist, bis sie sich frei über dem Boden befindet, und für eine Dauer von fünf Minuten in dieser Stellung gehalten werden.
Kriterien für das Bestehen der Prüfung
Stapeldruckprüfung
Anwendungsbereich
Für alle Arten von Großverpackungen, die für das Stapeln ausgelegt sind, als Bauartprüfung.
Vorbereitung der Großverpackung für die Prüfung
Die Großverpackung ist bis zu ihrer höchstzulässigen Bruttomasse zu befüllen.
Prüfverfahren
| Die Großverpackung | muss | mit | ihrem | Boden | auf | einen | horizontalen | harten | Untergrund | gestellt | und | einer |
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gleichmäßig verteilten überlagerten Prüflast (siehe Absatz 6.6.5.3.3.4) für eine Dauer von mindestens fünf Minuten ausgesetzt werden; Großverpackungen aus Holz, Pappe oder Kunststoff müssen dieser Last mindestens 24 Stunden ausgesetzt werden.
Berechnung der überlagerten Prüflast
Die Last, die auf die Großverpackung gestellt wird, muss mindestens das 1,8-fache der addierten höchstzulässigen Bruttomasse so vieler gleichartiger Großverpackungen betragen, wie während der Beförderung auf die Großverpackung gestapelt werden dürfen.
Kriterien für das Bestehen der Prüfung
Fallprüfung
Anwendungsbereich
Für alle Arten von Großverpackungen als Bauartprüfung.
Vorbereitung der Großverpackung für die Prüfung
Die Großverpackung muss nach den Vorschriften des Absatzes 6.6.5.2.1 befüllt werden.
Prüfverfahren
Die Großverpackung muss so auf eine nicht federnde, horizontale, ebene, massive und starre Oberfläche
| nach | den | Vorschriften | des | Absatzes | 6.1.5.3.4 | fallen | gelassen | werden, | dass | die | Großverpackung | auf | die |
|---|
schwächste Stelle ihrer Grundfläche aufschlägt.
darf auch Wasser für die Fallprüfung für flüssige Stoffe verwendet werden.
Fallhöhe
Bem. Großverpackungen für Stoffe und Gegenstände der Klasse 1 müssen nach den Prüfanforderungen für die Verpackungsgruppe II geprüft werden.
Für Innenverpackungen, die feste oder flüssige Stoffe oder Gegenstände enthalten, wenn die Prüfung mit
dem zu befördernden festen oder flüssigen Stoff oder Gegenstand oder mit einem anderen Stoff durchgeführt wird, der im Wesentlichen dieselben Eigenschaften hat: Verpackungsgruppe I Verpackungsgruppe II Verpackungsgruppe III 1,8 m 1,2 m 0,8 m
Für Innenverpackungen, die flüssige Stoffe enthalten, wenn die Prüfung mit Wasser durchgeführt wird:
Kriterien für das Bestehen der Prüfung
Die Großverpackung darf keine Beschädigungen aufweisen, welche die Sicherheit der Beförderung beein-
trächtigen können. Aus der (den) Innenverpackung(en) oder dem (den) Gegenstand (Gegenständen) darf kein Füllgut austreten.
Bei Großverpackungen für Gegenstände der Klasse 1 ist kein Riss erlaubt, der das Austreten von losen
explosiven Stoffen oder Gegenständen mit Explosivstoff aus der Großverpackung ermöglichen könnte.
Wenn eine Großverpackung einer Fallprüfung unterzogen wurde, hat das Prüfmuster die Prüfung bestanden,
wenn der Inhalt vollständig zurückgehalten wird, auch wenn der Verschluss nicht mehr staubdicht ist.
Zulassung und Prüfbericht
Zulassung und Prüfbericht
Für jede Bauart einer Großverpackung ist eine Bescheinigung auszustellen und ein Kennzeichen (gemäß
| Abschnitt | 6.6.3) | zuzuordnen, | die | angeben, | dass | die | Bauart, | einschließlich | ihrer | Ausrüstung, | den | Prüfvorschriften entspricht. |
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Über die Prüfung ist ein Prüfbericht zu erstellen, der mindestens folgende Angaben enthält und der den
Benutzern der Großverpackung zur Verfügung gestellt werden muss: 1. Name und Anschrift der Prüfeinrichtung; 2. Name und Anschrift des Antragstellers (soweit erforderlich); 3. eine nur einmal vergebene Prüfbericht-Kennnummer; 4. Datum des Prüfberichts; 5. Hersteller der Großverpackung; 6. Beschreibung der Bauart der Großverpackung (z. B. Abmessungen, Werkstoffe, Verschlüsse, Wanddicke usw.) und/oder Foto(s); 7. höchster Fassungsraum / höchstzulässige Bruttomasse; 8. charakteristische Merkmale des Prüfinhalts, z. B. Arten und Beschreibungen der verwendeten Innenverpackungen oder Gegenstände; 9. Beschreibung und Ergebnis der Prüfungen; 10. der Prüfbericht muss mit Namen und Funktionsbezeichnung des Unterzeichners unterschrieben sein.
Der Prüfbericht muss Erklärungen enthalten, dass die versandfertige Großverpackung in Übereinstimmung
mit den entsprechenden Vorschriften dieses Kapitels geprüft worden ist und dass dieser Prüfbericht bei Anwendung anderer Verpackungsmethoden oder bei Verwendung anderer Verpackungsbestandteile ungültig werden kann. Eine Ausfertigung des Prüfberichts ist der zuständigen Behörde zur Verfügung zu stellen. Kapitel 6.7 Vorschriften für die Auslegung, den Bau und die Prüfung von ortsbeweglichen Tanks und von UN-Gascontainern mit mehreren Elementen (MEGC)
Bem. 1. Für Kesselwagen, abnehmbare Tanks, Tankcontainer und Tankwechselaufbauten (Tankwechselbehälter), deren Tankkörper aus metallenen Werkstoffen hergestellt sind, sowie für Batteriewagen und Gascontainer mit mehreren Elementen (MEGC) mit Ausnahme von UN-MEGC siehe Kapitel 6.8; für Saug-Druck-Tanks für Abfälle siehe Kapitel 6.10.
| 2. | Die Vorschriften dieses Kapitels gelten auch für ortsbewegliche Tanks mit Tankkörpern aus faserverstärkten Kunststoffen (FVK) in dem in Kapitel 6.9 angegebenen Umfang. |
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